Caritasverband der Erzdiözese
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Geprüft und empfohlen

"Hachinger Tisch" – Informationen zum Lebensmittelprojekt

Am 15.9.2006 wurden zum ersten Mal eingesammelte Lebensmittel an "Berechtigte" ausgegeben. 3 Jahre, das sind rund 150 Ausgabetage. Dahinter verbirgt sich ein gigantischer Organisationsaufwand, da das Projket über die drei Gemeinden Oberhaching, Unterhaching und Taufkirchen organisiert wird. Im Leitungsteam engagieren sich 8 Ehrenamtliche, die sich ca. 6 x im Jahr treffen, um über Verbesserungen bei der Ausgabe, Kontakte mit Firmen, Umgang mit "Berechtigten", Zukauf von Lebensmittel u. a. m. diskutieren.
Lebensmittel bekommen Menschen die von Leistungen nach dem SGB II und SGB XII (früher Sozialhilfe) Leben müssen, weil sie ohne Job, sehr krank oder Rentner, mit geringer Rente sind. 10 % der "Berechtigten" haben eine Arbeit, verdienen jedoch so wenig, dass sie auf staatliche Transferleistungen angewiesen sind.

Rund 100 Helferinnen und Helfer sind beim Einsammeln der Lebensmittel, beim Putzen, schön herrichten und an der Ausgabe tätig. Dabei gibt es einen ausgeklügelten Einsatzplan, dass nicht zu viele Helferinnen bei der Ausgabe und zu wenig beim Einsammeln sind. 45 Firemn unterstützen den Hachinger Tisch mit Lebensmittel.

Finanzielle Unterstützung erfährt der Hachinger Tisch von vielen Einzelpersonen, den Kirchengemeinden, vom Gewerbeverband Taufkirchen und politischen Gruppierungen. Alleine die Tankstelle Schuster, die Cacao Gesellschaft München und die Unternehmensberatung Götz-Kaniss unterstützen das Projekt mit 18.000 € Sachspenden. Aus den Geldsprenden werden vor allem Kaffee und Milchprodukte hinzu gekauft.
Die drei Hachinger Tal Gemeinden unterstützen das Projekt, in dem sie den Fuhrpark kostenlos zur Verfügung stellen und für den Unterhalt aufkommen.
Die Pfarrei St. Georg stell dankenswerterweise jeden Freitag das Gelände und im Winter den Pfarrsaal zur Verfügung. Auf Biertischen und mit Sonnenschirmen ausgestattet, werden hier die Waren in angenehmer Atmosphäre verteilt.

Der Hachinger Tisch tut den "Berechtigten" gut! Er entlastet die Menschen finanziell und stiftet Solidarität. Beim Anstellen merkt mancher, dass er mit seinem Problem, z. B. Arbeitslosigkeit nicht alleine ist.

Dennoch, dass es Tisch und Tafeln braucht ist auch beschämend. Jeder der "Berechtigten" muss über seinen Schatten springen und sich in einer Schlange anstellen. Er muss sein Schamgefühl überwinden und sich zur Armut bekennen. Nicht jeder schafft das - es gibt Menschen, die hätten den Tisch bitter nötig würden sich aber nie in die Reihe der "Berechtigten" stellen.

Informationen:
Martina Schmidt-Pabst
Tel: 089-960 51 70
Mo. - Do.; 9.00 bis 12.00 Uhr
gsa-taufkirchen@caritasmuenchen.de



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